Friday
großstadtmenschen
ich wohne mit meinen eltern in einem nicht all zu großem haus in einem kaff. am liebsten würde ich nach berlin ziehen, da wo es auf der einen seite bunt und auf der anderen seite schwarz ist. da wo nachts die lichter brennen und das leben stattfindet. das richige leben, nicht diese behütete kleinstadtidylle in der ich groß geworden bin. ich möchte meine nachbarn nicht kennen und ich will nicht jede alte frau die mir über den weg läuft grüßen müssen, weil ich sonst als unhöflich gelte. ich will ein nichtssagendes gesicht in einer nichtssagenden stadt sein. eine unter vielen. ich will mobil sein und immer unterwegs. nachts um halb 6 in die ubahn und nach hause, am besten in eine kleine, aber schöne wohnung mit ganz vielen postern an der wand, aschenbechern überall und einem großen bett. ich will nicht jeden tag fragen müssen ob mich jemand da und dort hinfährt, ich will leben können wie ich es will, wie und vorallem wann. ich möchte zu starbucks, zum feiern, zum shoppen wann und wie ich will. ich möchte mit jogginghose und zerwuschelten haaren rumlaufen ohne dass mich jemand erkennt. ich will vodka flaschen am boden, zigarettenstummel auf den tischen und extacy pillen im schminktisch. ich will laute musik und bunte lichter, ich will gute bücher und den geruch von großstadt. ich will über die dächer von berlin.
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