Saturday

wändestarren

wie lange sitze ich nun schon da? starrend, den blick kalt und leer an die wand gerichtet. darüber nachdenkend ob es die richtige entscheidung war. ob ich reif genug bin, ob ich das schaffe. ich habe jetzt schon angst. wärend ich so sitze tut mein bauch weh, mein kopf pocht und mein herz rast so als würde es am liebsten gleich aus meiner brust springen. das hörbuch in meinem laptop ist auf voller lautstärke aber ich bekomme nichts mit. eigentlich wollte ich mich ablenken, will es schaffen bis mittwoch durchzuhalten, aber ich denke zu viel. denke darüber was ich anziehen soll, wie ich meine haare machen soll, ob ich mich schminken soll, was ich erzählen soll. vielleicht redet sie wie ich, vielleicht haben wir die gleichen interessen. mag sie mich? ich habe angst dass sie mich hasst. ich will dass sie mich mag, ich will dass sie mich in den arm nimmt. es muss noch nicht mal lang sein. am liebsten würde ich schreien, ich hatte noch nie so eine angst wie jetzt. ich will ihr gefallen. ich will so sein wie sie sich wünscht dass ich bin. ich will das mögen was sie mag. ich will sie sein. ich schäme mich für mich. am liebsten wär ich anders, komplett, ich möchte gerne eine erneuerung meines selbst. von außen wie von innen. ich will die perfekte tochter sein. für meine mutter. ich werde sie kennen lernen, meine eigene mutter. am liebsten würde ich mit freunden drüber reden, oder mit meinen eltern. aber keiner würde das verstehen, daher liege ich nur rum und mir gehts schlecht. ich bin ''etwas besonderes'' - etwas ''besonderes'' zu sein, kann wahnsinnig kacke sein. mir ist schlecht, ich will kotzen. ich habe seit tagen kaum noch was gegessen.  vielleicht bin ich dann wenigstens dünner. ich will ihr gefallen.

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